Ohai, Peach Pie!

Ich habe schon viel zu lange nicht mehr geschrieben. Das hat mehrere Gründe. 1. Zeit. Ich habe momentan recht viel Arbeit und auch sonst recht viel um die Ohren, dass ich meine freie Zeit einfach oftmals damit verbringe, auf dem Sofa zu liegen und Serien zu schauen. 2. Motivation. Ja, ich bin momentan relativ unmotiviert, was das Bloggen angeht. Das liegt primär auch an Punkt 1. 3. Halló Ísland. All meine Schreiblust der letzten Monate, all meine Motivation und Schreibzeit habe ich in Halló Ísland gesteckt. Geht ja nicht, dass die Seite leer ist…

Heute möchte ich zumindest mal wieder eine kleine Aktualisierung unter bringen. Ich habe nämlich gebacken. Backen kam im letzten Jahr ziemlich zu kurz, obwohl hier oder da mal ein paar frische Cupcakes aufgetischt wurden. Ich habe mich jedoch immer zu besonderen Angelegenheiten in die Küche gestellt und nicht, weil ich mal wieder richtig Lust drauf hatte, etwas zu backen.
Gestern überkam es mich dann: Ich habe mehrere Stunden bei Smittenkitchen verbracht und am Ende wusste ich: Ab in den Supermarkt, es gibt Peach Pie und selbstgemachte Limo! Und ehrlich gesagt, es gibt nichts besseres für einen heißen Sommertag.

So sah das dann aus:


Für alle, die das jetzt finden, dass das ziemlich NOM! aussieht, hier die Rezepte:

Selbstgemachte Zitronen-Limo
für ca. 4 Gläser

  • 5 – 6 Zitronen
  • 1 TL Agavendicksaft oder Zucker
  • Mineralwasser zum Aufschütten

Presse den Saft aus allen Zitronen aus, lasse jedoch eine Halbe übrig. Vermische den Zitronensaft mit dem Agavendicksaft (oder Zucker) und stelle diese Mischung für ein paar Stunden in den Kühlschrank, damit sie gut durchziehen kann. Schneide die halbe Zitrone in Stückchen, diese werden die Limo dekorieren. Fülle etwa 2 Fingerbreit des Zitronensaftgemischs in ein großes Glas, schmeiß ein paar Eiswürfel und Zitronenstückchen dazu und fülle den Rest mit kaltem Sprudel auf.
Zusätzlich kann man auch einen Schuss Whiskey mit ins Glas geben.

Peach Pie

Hinweis: Ich backe ausschließlich mit amerikanischen Rezepten und habe mir dafür extra Messbecher und -Löffel zugelegt. Meine Erfahrung ist, dass man Cups und Spoons auch mit handelsüblichen Tassen und Löffeln abmessen kann. Hier sollte man allerdings alles mit der gleichen Tasse oder den gleichen Löffeln abmessen, damit die Verhältnisse stimmen.

Die Mengenangaben sind für eine Tarte-Form mit 24cm Durchmesser.

für den Teig

  • 2 1/2 Cups (ca. 315 Gramm) Mehl
  • 1 Tablespoon (ca. 15 Gramm) Zucker
  • 1 Teaspoon Salz
  • 1 Cup (ca. 225 Gramm) Butter
  • 1/2 Cup sehr kaltes Wasser

für die Füllung

  • 6 – 8 Pfirsiche
  • 1 Tablespoon Zitronensaft (ca. 1/2 Zitrone)
  • 1/4 Cup weißer Zucker
  • 1/4 Cup brauner Zucker (funktioniert auch mit Kokoszucker)
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Prise Salz

Der Teig aka die Königsdisziplin

Ich habe schon viel mit Pie-Teigen herumprobiert, mein ursprüngliches Rezept ging nie so richtig auf, aber mit diesem hier hatte ich keine Probleme. Wichtig ist, dass Butter und Wasser richtig kalt sind, also frisch aus dem Kühlschrank kommen.

  1. Mische das Mehl, den Zucker und das Salz zusammen und stell es erstmal auf die Seite.
  2. Schneide die Butter in kleine, ca. fingerspitzengroße Stücke und rühre sie einmal kräftig mit dem Handrührer durch.
  3. Die Butter kann nun zur Mehlmischung. Alles muss gut durchmischt werden. Hierbei muss nun schluckweise das kalte Wasser hinzugegeben werden.
  4. Wenn der Teig eine bröselige Masse bildet, ist es Zeit, nochmal selbst Hand anzulegen und zu kneten. Dies sollte so lange passieren, bis ein ordentlicher Teig dabei herauskommt. Forme diesen nun zu einem Ball, schneide ihn in der Mitte durch und rolle beide Teile in Frischhaltefolie ein. Diese können nun für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Für die Zwischenzeit: Die Füllung

  1. Ritze in alle Pfirsiche unten ein kleines Kreuz hinein, während du in einem großen Topf (oder im Wasserkocher) Wasser zum Kochen bringst. Sobald das Wasser kocht, ist es für die Pfirsiche Zeit zum Baden.
  2. Halte außerdem eine Schüssel mit kaltem Wasser bereit. Wenn die Pfirsiche nach gut 2 Minuten aus dem heißen Bad kommen, können sie hier etwas abkühlen. Außerdem lässt sich durch den Kalt-Wasser-Schock ihre Schale besser abpellen.
  3. Pell die Schale von den Pfirsichen ab und schneide sie in kleine Stücke. Sollte das Abpellen nicht so gut funktionieren, hilft es, ein Schälmesser dazu zu nehmen, bevor man ewig daran rumknibbelt.
  4. Gönne den geschnittenen Pfirsichen eine kurze Verschnaufpause, in der du die beiden Zuckersorten, Zimt, Muskatnuss und Salz zusammenmischst.
  5. Gib die Zuckermischung über die Pfirsiche und lasse das ganze etwas ziehen.

Die Symbiose von Teig und Füllung

  1. Heize den Ofen auf 220°C auf.
  2. Rolle eine Hälfte des Teiges aus. Der ausgerollte Teig sollte etwas größer als deine Tarte-Form sein. Solltest du keine Tarte-Form besitzen, tut es auch ein Suppenteller. Beachte bitte in beiden Fällen, dass ein gutes Stück Teig für den Rand drauf geht und dann auch noch etwa 1 cm Teig überstehen sollte.
  3. Lege den Teig in die Form. Nun kannst du mit dem Einfüllen der Pfirsiche beginnen. Falls es zu viele Pfirsiche sind, schmecken sie auch so ziemlich lecker. Wenn die Form voll ist, kann sie zur Seite.
  4. Rolle die andere Hälfte des Teiges aus. Wie soll dein Pie aussehen? Soll er ein klassischer Lattice-Top Pie sein oder eine geschlossene Decke mit kleinen Einschnitten haben? Letzteres ist leicht. Hierfür muss man nur ein paar Schnitte in seinen ausgerollten Teig schneiden. Bevor ich jetzt eine Anleitung für ein Lattice-Top schreibe, möchte ich gerne auf die Anleitung von annnie’s eats verweisen, mit der ich es auch gelernt habe.
  5. Ist der Deckel fertig, bestreiche ihn mit etwas Syrup, der von den Pfirsichen übrig ist. Jetzt kann der Kuchen für 20 Minuten – eine halbe Stunde in den Ofen. Wenn der Teig gold wird, ist er fertig.
  6. Am Besten schmeckt der Pie solange er warm ist. Keine Angst, sollten Reste übrig bleiben, kann man ihn problemlos in der Mikrowelle aufwärmen.
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