Need to kill me?

Easy, just drown me in the mainstream.

Mainstream. Mein Freund, der Mainstream…
Gestern war ich auf einem Konzert. Einem Konzert der Evening Hymns. Meinem dritten Konzert der Evening Hymns seit September letzen Jahres. Man könnte also sagen, ich mag die Evening Hymns sehr. Ich kenne sie nun auch schon etwas länger und habe ich ihnen bereits mehrere Plätze in diesem Blog eingeräumt.
Dead Deer bereitet mir nach wie vor eine Gänsehaut, Family Tree treibt mir Tränchen in die Augen.
Gleiches gestern Abend. Es war ein wirklich schönes Konzert. Die beste Investition, die ich gestern Abend hätte tätigen können und getätigt habe. Und trotzdem dachte ich kurz darüber nach, mich zukünftig konzerttechnisch von den Evening Hymns zu verabschieden.
Warum das?
Ganz einfach. Mich regen die ganzen Musiknulpen auf, die mittlerweile auch auf den Evening Hymns Stream aufgesprungen sind. Wären gestern nur zehn Personen mehr im Raum gewesen, hätte dies meinen Abend ruiniert. Ich mag es nicht wenn Bands, die ich im Kleinen für mich entdeckt habe plötzlich groß werden. Ich mag es nicht zu sehen, wer diese Bands sonst noch mag. Ich liebe Live-Musik aber sogenannte Fans halte ich nicht aus.

Ich habe dieses Phänomen mit vielen Musikern erlebt. Ich höre sie für mich, muss allerdings nicht unbedingt weitere Konzerte besuchen. Ein Beispiel ist James Vincent McMorrow. Ein weiteres Mumford and Sons. Ich liebe Liar, White Blank Page und sämtliche andere und sie erinnern mich an bestimmte Menschen und Orte aber ich könnte nie ein Konzert von Markus Mumford und co. besuchen weil ich ihre Fans hasse. Lykke Li ist ein anderes Beispiel. Gib den 20-jährigen KingKa-Boot Girlies Time Flies oder Tonight. Ich wette, keine von ihnen kann etwas damit anfangen. Dann gib ihnen das bekloppteste Lied seit Langem, I follow Rivers, und alle wackeln mit ihren Popöchen in den viel zu schlecht sitzenden Primark-Jeans. Was ist mit diesen Künstlern passiert? Wann war der Zeitpunkt als Erfolg plötzlich wichtiger war als gute Musik?
Oft wünsche ich mir, Boybands wären wieder trendy damit mein Musikgeschmack wieder erlesen wäre, aber der 90er Zug ist ja leider auch schon zu lange abgefahren.

Natürlich gönne ich es den Musikern, Erfolg zu haben. Natürlich freue ich mich wenn sie vor ausverkauften Hallen spielen aber verdammt nochmal, meine Lieblingsbands sind nicht Justin Bieber!
Sie sind Bands, die ich und einige Andere vor langer Zeit entdeckt haben. Sie sind Bands, die wahrscheinlich durch einen blöden Zufall in einer Grey’s Anatomy Folge gespielt wurden. Sie sind Bands, die hoffentlich nichts dafür können, lauter dumme Kiddies und blöde Hipster magisch anzuziehen.

Sie können nichts dafür. Das ist, woran ich glauben möchte.
Also fickt euch Mainstream-Menschen! Ich suche mir neue kleine, unbekannte Bands, die ich zwei, drei Jährchen ungestört hören kann bis ihr kommt und sie mir kaputt macht und ich euch noch mehr hassen kann.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Motz! Motz! Motz!, Musik!

3 Antworten zu “Need to kill me?

  1. Daniel

    DANKE für diesen Beitrag! <3
    Du sprichst mir aus der Seele.

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