Es geht heim.. Teil3.

In zwei Wochen ist es mal wieder soweit: Ich fahre nach Lüdenscheid. In das Zuhause, das ich schon länger nicht mehr Zuhause nenne. Denn obwohl Home is where your heart is und sich an diesem Ort der komplette Teil meiner deutschen Familienseite inklusive meinem belgischen Papa tummelt, außerdem ein paar letzte Freunde dort ihr Dasein fristen und ich in dieser Stadt groß geworden bin: Es ist nicht mehr mein Zuhause. Mein Zuhause ist nun deutlich südlicher. In der einzigen Stadt mit einer stattlichen Skyline. In einer Stadt mit Fluss. In einer Stadt, in der man Rad fahren kann. In einer Stadt mit ÖPNV, der nicht um 22:59 Uhr auf einem Freitag oder Samstag seinen Betrieb einstellt. In einer Stadt, in der man auch unter der Woche mal in eine Bar gehen kann ohne die einzige Person dort zu sein. Und in einer Stadt, in der ich nach einem halben Jahr bereits mehr Freunde habe als die wenigen, die mir in Lüdenscheid noch treu sind. Zuhause eben. Außerdem sind hier mein Bett und meine Waschmaschine.
Das ist Home genug.

Nun fahre ich natürlich nicht grundlos nach Lüdenscheid. Es steht neben den Geburtstagen von Mama, Papa, Oma und Tante jährlich ein Pflichttermin an: das Midsummer Open Air. Dieses Mini-Festival – umsonst und draußen – gibt es seit 2004. Ich bin seit 2005 mit Ausnahme von 2010 (da habe ich in Singapur gelebt) jährlich dort gewesen. Und obwohl das Midsummer in Halver (hat nichts mit halver Hahn zu tun) ist, für die Gäste umsonst ist und eigentlich nur im Sauerland populär ist, ist das Line-Up jedes Jahr aufs Neue der Wahnsinn.

So habe dort beispielsweise bereits I am Oak und The Black Atlantic gesehen. Zu einer Zeit, als sie in Deutschland noch ganz klitzeklein in ihrer Bekanntheit waren. Mittlerweile muss man Tickets für TBA schon einige Zeit im Voraus buchen… In diesem Jahr spielen The Tidal Sleep, für die ich vor ein paar Wochen extra in Gießen war und Sea + Air, auf die ich ziemlich gespannt bin. Und Tobi wird spielen, als Ghost of a Chance. Wer meinen Geister-Pong Jutebeutel kennt… der ist von ihm. Er hatte im April Dark Dark Dark in einigen deutschen Städten supportet und ist ganz fabelhaft. Dazu kommen die Ashes of Pompeii, die auch sehr grandios sind (mit dem Bassjungen, den meine Eltern lieben…).

Am Tag des Midsummer Open Airs mache ich eine Reise in die Vergangenheit. Eine Reise an einen der Orte, an denen ich musikalisch aufgewachsen bin. Eine der Gelegenheiten, all die Personen treffe, mit denen ich so viele Jahre verbracht habe und bei denen es für mehr als ein „Hej, wie gehts?!“ heute leider nicht mehr reicht. Aus Gründen. Gründen, die mit mir und New York zu tun haben, was eine andere Geschichte ist. Am 25. August sehe ich sie wieder. Außerdem sehe ich einige Personen wieder, mit denen ich nicht aufgewachsen bin, auf die ich mich allerdings extrem freue. Aus Gründen. Gründen, die mit anderen Dingen zu tun haben, was wiederum auch andere Geschichten sind. Eine der Personen, die ich seit Jahren kenne und auf die ich mich extrem freue ist Herzmenschin1, die mittlerweile in Berlin wohnt, weshalb wir uns höchstens 5 Mal im Jahr sehen. Jetzt treffen wir uns am Ort unserer Jugend.

Es wird herrlich. 

Ghost of a Chance. Things worth asking.

SEA + AIR. Do animals cry.

The Tidal Sleep. Ghost Poetry.

Ashes of Pompeii. Lighteater.

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