Erste Schritte.

.. sind ja schon für Kinder irgendwie blöd. Da rafft man sich mühsam vom Boden auf weil man irgendetwas sieht, was man haben / ansabbern / anpacken / anschauen muss, überwindet sich, den nächsten Schritt zum Krabbeln zu tun und ZACK! liegt man auf der Nase. Bei mir war es Weihnachten ’88. Mein Geburtstag. Bescherung um genau zu sein. Klein Sabrina wollte unbedingt zum Schaukelpferd, das da unter dem Baum stand. Unter den Blicken der verzückten Familie raffte ich mich also auf, fixierte mein Ziel und lag nicht viel später wieder auf dem Boden. Irgendwie bekomme ich das mittlerweile mit dem Laufen aber auch schon ganz gut hin.

Ich glaube, wenn man die ersten Schritte erst einmal geschafft hat, kann einen eigentlich nichts mehr aufhalten. Es gibt auch Beweisfotos, wie ich auf dem Schaukelpferd sitze, irgendwie muss ich da ja hingekommen sein… Das Dingen an ersten Schritten ist das Aufraffen, finde ich. Da ist etwas, das man haben / ansabbern / anpacken / anschauen muss und muss es irgendwie schaffen, den Pöbbes hochzukriegen. Und trotz des inneren „Ich will das jetzt aber!“ passiert nichts. Wahrscheinlich oftmals aus Angst, wieder wie als Kind auf die Nase zu fallen.

Ich habe diese Zurückhaltung leider viel häufiger als es mir lieb ist. Denn auch wenn man mir „Schüchtern?! Das ist jetzt echt das letzte, woran ich bei dir denken würd“ nachsagt, irgendwie gibt es in mir recht viele Blockaden, die erste Schritte häufig unmöglich machen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Gelegenheiten (in welcher Hinsicht auch immer) mir durch die Lappen gingen, weil ich es einfach nicht geschafft habe, mich auf die Knie zu setzen und dann hochzustemmen. Ganz sicher waren es einige. Viel zu viele um genau zu sein.

Meine Mutter sagt immer: „Mehr als Nein sagen, könnense nicht.“ Stimmt eigentlich. Vielleicht sollte man sich das beim nächsten ersten Schritt einfach mal in den Kopf rufen.

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