Es geht heim… Teil2.

Es ist mal wieder soweit! Heimat ahoi. Oma wird siebzig und da darf die Lieblingsenkeltochter natürlich nicht fehlen.
Der momentane Zeitplan:
Freitag
18:30 Uhr Frankfurt verlassen
20:30 Uhr späteste Ankunft in Lüdenscheid
20:40 Uhr spätestens das erste Glas Wein und ein voller Teller
21:00 Uhr alle Fragen zum Thema Frankfurt und „Was arbeitestn du mitm Internetz?“ beantwortet haben.
21:15 Uhr schon gut einen sitzen haben
23:00 Uhr Mama schaltet das WLAN aus (wie immer)

Samstag
10:00 Uhr Frühstück mit Mama & Papa <3
11:00 Uhr Startschuss für’s große Rumhängen auf dem Sofa (mit Mama & Papa <3 )
11:02 Uhr allerspätestens die Frage „Was machst du denn schon wieder die ganze Zeit mit dem Handy in der Hand?!“

Dann die Abendplanung die ich seit Tagen ausblende. Ich möchte nicht an einem Samstagabend in Lüdenscheid sein bitte. Ich möchte nicht feiern gehen und das besonders nicht weil ich dann all meine alten Freunde treffen könnte. Wann bin ich eigentlich zu so einem sozialen Monster geworden? Stadt, warst du das? Ich möchte nicht wegen Ostern schräg angeguckt (oder gar angesprochen) werden. Ich möchte nicht wieder darüber reden, dass ich meine Heimatstadt verlassen habe (hier bitte ein lautes, ehrfürchtiges Ausatmen vorstellen). Ich möchte nicht (und das möchte ich wirklich, wirklich nicht) erklären, was ich mache. Weil ich hier lebe. Aber das Thema hatte ich ja schon einmal.

Hinzu kommt etwas komisches: Ich möchte meine lüdenscheider Freunde nicht sehen. Nein, nein, nein. Und erklären kann ich es mir auch nicht. Es ist komisch. Ich bin genervt. Richtig, richtig genervt. Grundlos. Ich habe das Gefühl mich mit jedem Tag, jeder Nachricht, jedem Lebenszeichen weiter von ihnen zu entfernen. Ich bin kein Freund mehr von Vortrinken & Weggehen & Döner nachm Trinken. Ich bin kein Freund mehr davon, in die coolen hippen Cafés zu gehen. Coole, hippe Cafés sind in Lüdenscheid übrigens als Extrablatt und ähnliches zu interpretieren…. Ich bin kein Freund mehr davon, Dinge vorzuheucheln, insbesondere Freude über das Wiedersehen. Weil ich mich nicht freue. Weil ich die ganze Zeit darüber nachdenke, was ich dort eigentlich tue.

Ich überlege außerdem seit Tagen, mich beim Pancakefreund zu melden und tue es nicht. Ich könnte sagen, aus Gründen. Es gibt aber kein aus Gründen. Aus Gründen ist hier vielleicht nur ein Grund: Awkward Irgendwas. Und dies aus Gründen. Und beim Tippen fällt mir wieder auf: Was ist eigentlich mein Problem?! Naja, will ich jetzt nicht rausfinden. Hat auch nichts mit Heimat zu tun. Denke ich. Obwohl da bestimmt ein Psychologe die Wurzeln meiner komischen Persönlichkeit ausfindig machen könnte. Arrr, nicht zu viel denken. Eher nochmal die Hand zur 300 Gramm Schokotafel wandern lassen.

Heimat. Mach dich gefasst. Ich werde am Wochenende dort sein. Vielleicht wird es ja nett.

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