Defniniere Zufriedenheit.

Eines vorneweg: Ich bin großer Fan des mimimi. Ganz großer. Mein Freundeskreis hat durch mich mimimi adaptiert und es wird mittlerweile fröhlich in die Welt hinausgetragen. Mimimi passt immer:
volle Bahn – mimimi.
nichts im Kühlschrank – mimimi.
zu viel oder zu wenig Arbeit – mimimi.
kein Kaffee da – mimimi.
das Lieblingsshirt ist in der Wäsche – mimimi.
schlechtes Wetter – mimimi.
ganz ganz viel anderes – mimimi.

Mimimi ist universell, das macht es perfekt. Und es klingt putzig, das macht es noch perfekter. Man mosert also nicht offensichtlich durch die Gegend sondern verpackt es hübsch. Soviel zum Wesen des mimimi.

Ich liebe es zu mimimien. In jeder noch so kleinen Gelegenheit hört man es von mir. Häufig. Sehr häufig. Manchmal nicht. Dann bin ich mit der Gesamtsituation sehr zufrieden. Dann gucke ich verzückt und freue mich des Lebens. Mir fiel beim letzten Honigkuchengesichtsausdrucktragen auf, dass es gar nicht viel braucht, zufrieden zu sein. Dass es nur ganz klitzekleine Dinge sind, die zufrieden machen können. Sommergeruch zum Beispiel. Sommergeruch ist immer ein Punkt, der sehr zufrieden macht. Sommergeruch in lauen Sommernächten noch mehr. Einen Abend mit einem Freund verbringen statt allein rumzuhocken und zu warten, dass man ins Bett kann macht zufrieden. Gute Erinnerungen während einer lauen Sommernacht mit Sommergeruch. An Brooklyn und die Herzmenschen dort. Gepaart mit brooklyner Musik auf den Ohren ist das ein wahres Zufriedenheitsfest. Angeheitert durch Äppler kann man auch schon mal fast platzen vor Zufriedenheit.
Andere Punkte, die sehr zufrieden machen:
Wissen, dass man dort wohnt, wo man sich wohlfühlt. In einer Stadt, die einem trotz kleiner Macken im Großen und Ganzen perfekt vorkommt. Einer Stadt mit Skyline, mit einem Fluss, mit kleinen Cafés. So wie man es mag.
Die ersten Erdbeeren des Jahres. Nicht aus Spanien oder der Türkei sondern aus der Wetterau. Von dort, wo große, rote und auch glückliche Erdbeeren herstammen.
In der Sonne sitzen. Mit Sonnenbrille, nackten Armen und einem leichten Sonnenbrand im Nacken. Auch wenn einem das Mainwasser mitsamt all seiner Entenscheiße über Füße und Hose schwappt… es wird nicht mimimit!
Kakao auf einer Caféterrasse, wenn es superwindig ist.
Radfahren. Radfahren macht mich wahnsinnig zufrieden und ist so viel besser als sich in eine stickige, menschenbepackte Bahn zu setzen (mimimi). Radfahren erinnert ich an andere zufriedene Zeiten, an meine Zeit in New York. Allein deshalb verdient Radfahren schon einen Zufriedenheitsstern. Und abgesehen davon: Mit dem Rad am Fluss entlang in den Sonnenuntergang fahren…. was gibt es bitte Besseres? Und da macht es einem auch nichts aus, wenn man plötzlich durstig im Labyrinth des Osthafens steht und dort erst einmal wieder hinausfinden muss (Parallelen gibt es auch hier zu New York, beziehungsweise Staten Island als ich zu „meiner“ Brücke radeln wollte und die Strecke doch etwas länger war als gedacht). In diesen Momenten mimimit man nicht. Man flucht. Man benutzt die schönsten Kraftausdrücke, die einem einfallen. Tief drinnen ist man jedoch zufrieden. Ich zumindest.

Weil man mimimi auch irgendwann mal durch das Honigkuchenpferdegesicht austauschen muss.

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