Monatsarchiv: März 2012

…bevor er Mainstream wurde.

Nein, ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal sowas denke (ich sag das ja allerhöchstens mal aus Spaß) aber:
Ich habe McMorrow gehört bevor er Mainstream wurde.
Zumindest Mainstream unter meinen Freunden. Wäre er unbekannt gewesen, wären die Plätze auf seinem Konzert im November nicht leergekauft gewesen. Nun, was veranlasst mich dazu, das jetzt hier groß und hipsterig breit zu treten..? Ich liebeliebeliebe seine Musik und hassehassehasse, dass diese ganzen Trendmenschen von damals ausm Studium langsam auf den Geschmack kommen und seine Videos posten. Mit Kommentaren wie „Kennt ihr den schon? Solltet ihr mal kennenlernen! Ist echt gute Musik!“. Läuft der mittlerweile im Radio, so wie Mumford & Sons (DAS war auch ein Schock!!)?! Bei diesen Posts kommentiere ich gern mit einem knappen „Hab ich schon damals gesagt, auf mich hört ja keiner“ oder „oh, wird dein Musikgeschmack besser?“ (innerlich setze ich an die Stelle vor dem Fragezeichen ein „du blödes Schaf“).

Das Schlimmste daran ist ja, dass eben genau diese Leute nach und nach irgendwie an die gute Musik geraten und meinen „Eeeh, ich hab die entdeckt!!!“ Nein, mein Herz. Hast du nicht. Ich habe sie auch nicht entdeckt. Ich habe sie allerdings vor dir entdeckt. Wollte Leuten wie dir durch auf Facebook geteilte Videos zeigen, dass es diese Band gibt aber Leute wie du müssen warten, bis sie auf 1Live läuft. Oder FFH. Oder Antenne oder einem der anderen voll coolen, am Puls der Zeit schlagenden trendy Radiosendern. Und genau damit vermiest man es mir. Ich hab mich wochenlang geweigert, McMorrow mal wieder zu hören. Obwohl ich ihn wirklich gern mag. Ich hatte Angst, genervt von ihm zu sein. Das ist wie mit chinesischem Essen. Irgendwann ist man satt. Man hört sich satt. Und dann braucht man eine ganz, ganz lange Pause mit neuen Impulsen. Oder eben alten Sachen. Wie Sauerkraut mit Kartoffelpüree. An dem Punkt bin ich momentan mal wieder. Mein Sauerkraut sind momentan mal wieder Mumford & Sons. Lange nicht gehört. Ein Jahr etwa. Zu viele Erinnerungen an endlose A-Train Fahrten Richtung West Village. Mittlerweile gehts wieder und man hört Winter Winds mit einem Lächeln. Bestimmt wird es mit We don’t eat genauso. Irgendwann. Wenn es im Sauerkrautstadium angekommen ist.
Bis dahin werde ich vor dem Mainstream sein.
Und etwas Vintage.
Musikhipsterism.
Ich hasse mich dafür.

McMorrow. Brotfabrik.

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Ein Weh, irgendeins.

Ich weiß nicht, was genau es ist, das mich grad so komisch melancholisch macht. Es könnte Heimweh sein. Vielleicht. Weil ich merkwürdigerweise momentan immer häufiger mal an Zuhause denke und mich am liebsten häufig ins Auto setzen und hinfahren würde.
Es könnte auch Fernweh sein. Ich möchte dringend mal wieder weg. Egal wohin. Weg. Einfach nur weg.
Es könnte auch ein Personenweh sein. Also ein Heim-/Fernweh mit einer Person statt einem Ort. Weiterlesen

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