Untermieter, wo bist du?

Ich suche einen Untermieter für mein WG-Zimmer im Frankfurter Ostend. So! Frühestes Einzugsdatum ist der 1.7.
Die Highlights: Es ist riesig (25qm) und für Frankfurter Verhältnisse bezahlbar (knapp 450 Euro). Die Wohnung verfügt über eine große Küche und ein kleines Bad. Außer dir, dem potenziellen Untermieter, wohnen Maria und Laura in der Wohnung. Beide sind sehr nett, umgänglich und kaum daheim. Idealerweise verstehst du dich gut mit beiden, bestenfalls jedoch mit Maria denn sie ist momentan mit mir zusammen Hauptmieterin. Wenn dieses “Bestenfalls” gegeben ist, besteht eventuell die Möglichkeit, meine Rolle zu übernehmen und als Nachmieter in den Mietvertrag einzusteigen. Laura ist selbst nur zur Untermiete in der Wohnung und wird zum 1.8. oder 1.9. ausziehen.
Im Zimmer werden keine Möbel stehen weil diese mit mir umziehen. Es ist also ideal für jemanden, der am Liebsten in eigenen Möbeln haust.

Die Wohnung liegt im Ostend zwischen Hanauer Landstraße und Sonnemannstraße mit Blick auf die neue EZB. Die S-Bahnstation Ostendstraße liegt wenn man langsam geht 5 min, bei schnellem Gang 3 min entfernt, ebenso die Tram-Stationen Ostendstraße und Zobelstraße. Nahkauf, Penny, türkischer Supermarkt, Hessewirtschaft, Pizzeria, Dönerbude und Trinkhalle liegen in gleicher Entfernung. Zum Main sind es allerhöchstens 10 min zu Fuß.
Zur Zeil ist es entweder eine S-Bahnstation oder ca. 15 min Fußweg, mit dem Rad schaffe ich es in 7 min.
Das Haus hat einen Innenhof mit Fahrradständern. Ich hatte nie Angst, meine Räder hier stehen zu lassen.

Für Besichtigungen bin ich unter sabrinagoethalss@gmail.com erreichbar.

Wenn jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Cousine ein Zimmer in Frankfurt sucht bin ich natürlich sehr dankbar wenn dieser Beitrag weitergegeben wird…

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Wie bereitet man sich darauf vor, eine Person zum letzten Mal zu sehen? Und das zum letzten Mal so, dass man sich nicht zufällig in der Fußgängerzone über den Weg läuft. So, dass man nicht kurz mal anrufen kann. So, dass man höchstens noch ein paar Blümchen auf einen Stein legen kann, vorausgesetzt, es gibt einen Stein.

Meine Tante hat Krebs. Wo genau, darüber hat man den Überblick verloren. Worüber man nicht den Überblick verloren hat sind die 5 verschiedenen Tropfs, die in ihren Körper führen. Nahrung, Flüssigkeit, Schmerzmittel, alles was sie benötigt.
Man hat den Überblick darüber verloren, wie viele Kleidergrößen sie in den letzten zwei bis drei Wochen verloren hat, ob es zwanzig oder vielleicht doch fünfundzwanzig Kilo waren. Eigentlich ist es aber auch egal.

Eigentlich hatte meine Tante schon im letzten Jahr Krebs. In den Eierstöcken, da wusste man es noch. Zwei Operationen und eine Chemotherapie später war sie wieder gesund. Anfang diesen Jahres fuhr sie in die Kur, dann wollte sie langsam wieder anfangen zu arbeiten. Dann kam eine Routine-Untersuchung. Das war im Februar. Seit Februar konnte man das beobachten, was der Arzt heute “Verfall” nannte.
Von Heute auf Morgen war der Krebs zurück. Klammheimlich hat er es sich in ihrem Körper gemütlich gemacht um dann sein wahres Gesicht zu zeigen. Eine nicht-greifbare Masse, Partikel, die irgendwo im Bauchfell herumschwirrten. Partikel, die sich an Organe setzen, zu klein um sie wegzuschneiden. Sie verlor an Kraft und Gewicht, in ihrem Bauchraum sammelten sich innerhalb weniger Stunden bis zu zehn Litern Flüssigkeit. Sie hatte keinen Hunger, keinen Durst. Dehydration und Nahrungstropf waren die Folge. Hier ein paar Wochen im Krankenhaus, da eine neue Chemo. Dann ein, zwei Tage zu Hause und wieder von vorne. Ende März ist sie mit ihrem Lebensgefährten in ein Haus gezogen. Sie war insgesamt höchstens eine Woche dort.
Letzte Woche dann die Nachricht, sie sei auf der Intensivstation. Trombose und Lungenembolie. “Es sieht nicht gut aus.” sagte meine Oma mir während ihre Stimme zitterte. Das war letzten Donnerstag.

Seit letztem Donnerstag rechne ich mit dem Anruf, der mir die Tränen in die Augen treibt.
Heute sagte ich meinen Eltern, ich käme am Wochenende heim. Es sei eine gute Idee, antwortete mein Papa. Im Hintergrund hörte ich meine Mama schluchzen.

Ich kenne Krebs. Ich kenne seine hässliche Fratze, habe häufig genug Menschen an ihn verloren. Man wusste, dass es passieren wird, trotzdem kam es aus dem Nichts. Keiner von den Anderen zeigte den Verfall, den meine Tante gerade zeigt. Bei Keinem von ihnen sagten die Ärzte, sie hofften, dass es schnell geht. Keiner wurde auf die Palliativ-Station verlegt, damit er seine letzten Tage schmerzfrei erleben kann. Sie wird morgen verlegt.

Am Wochenende werde ich sie also zum letzten Mal treffen. Wenn ich nicht zu spät dort bin.
Ich habe noch fünf Tage Zeit, mich darauf vorzubereiten. Also falls man sich irgendwie auf so ein Erlebnis vorbereiten kann. Falls man sich irgendwelche Wörter zurecht legen kann, die man auswendig lernt weil man in der Situation wahrscheinlich so überfordert ist, dass man nur noch stammelt. Obwohl ich sonst über sehr viel Phantasie verfüge und sämtliche Dialoge und Treffen vor meinem inneren Auge konstruieren kann, dieses Treffen kann ich mir bei aller Anstrengung nicht vorstellen. Vielleicht schützt mein Kopf mich auch irgendwie davor. Psyche kann doch so einiges austricksen, oder? Gerade habe ich daran gedacht, was wohl “gute” letzte Worte sein könnten, die man jemandem mit auf den Weg gibt, wo auch immer dieser hinführt. Es gibt keine guten Worte. Es gibt keinen “guten” Weg, sich zu verabschieden. Das ist scheiße.

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Bis zum Morgengrauen.

“Ok, hier ist die Haltestelle. War nett, dich kennen zulernen.”
“Ja, wie jetzt? Ich dachte wir gehen zu dir und Bumsen bis zum Morgengrauen?”
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Dosenbier.

Es gibt Clubs. Es gibt Kaschemmen.
Es gibt Fancy Shit. Es gibt Dosenbier.
Es gibt Elektro DJs. Es gibt schremmelige Punkbands. Weiterlesen

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Mein Smartphone ist wichtiger als du!

altes Nokia Handy

Kein Smartphone.

Man unterhält sich mit jemandem, das Handy fängt plötzlich lautstark an, den neuesten Hit von Pitbull rauszukrakeelen, die Hand wandert in die Tasche, bestenfalls jedoch an die Stelle, wo das Handy gerade auf dem Tisch liegt und dann kommt: “Ich hab ne Whatsapp / Veranstaltungseinladung / Kommentare / Mail / Mention / ….. und MUSS das jetzt beantworten!”.
Ich denke, so ziemlich jeder hat diese Situation bereits aktiv oder passiv miterlebt. Weiterlesen

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Hier Titel eingeben

Ich kenne dich nicht. Wir sind uns einmal über den Weg gelaufen, zufällig. Peinlich berührt, hasserfüllt, ich weiß es nicht. Vielleicht beides. Verübeln kann ich Letzteres nicht. Ich habe dich auf Fotos gesehen. Eigentlich weiß ich nichts über dich außer dass wir eine Gemeinsamkeit haben. Und ich hatte mal die gleiche Haarfarbe wie du aber das ist vorbei. Ehrlich gesagt, möchte ich auch nichts über dich wissen. Ehrlich gesagt, das würde mich zerstören. Weiter noch als ich es manchmal bereits bin. Weiter noch als ich es war als wir uns über den Weg gelaufen sind. Ich möchte nicht wissen, dass du sicherlich ganz nett bist. Wenn ich ehrlich bin glaube ich sogar, dass du nett bist. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich trotzdem nicht wissen, ob du es bist oder ob du vielleicht doch ein Monster bist. Mein persönliches Monster bist du. Eins von den unter-dem-Bett Monstern. Eins, das in ruhigen Minuten hervor kommt und einen vorwurfsvoll anstarrt. Das tust du nämlich in meinem Kopf. Und ja, in diesen Momenten fühle ich mich scheiße. Ich weiß nicht, wie das für dich ist, möchte es aber auch nicht wissen. Wäre ich an deiner Stelle hätte ich auch aus jeder Pore puren Hass ausgestrahlt als wir uns sahen. Ich weiß trotzdem nicht, ob es wirklich so war. Es fühlte sich jedoch so an, als wärst du 18 Dementoren stark und ich Dudley. Genauso blöd, genauso fett. Der Nichtsnutz, der bekommen hat, was er nicht verdient. Vielleicht siehst du das nicht so, ich würde es so sehen.

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Verschont mich doch bitte mit eurem mimimi.

Der Bekannte twittert, sein Tag sei im Eimer weil er die Bahn verpasst hat und die Nächste überfüllt sein wird. Die beste Freundin postet bereits Mittags das fünfte PETA-Video auf Facebook mit dem Vermerk, man solle sich mal in die Tiere hineinfühlen und dass Menschen Arschlöcher seien. Ein Autofahrer flucht weil einer dieser dämlichen Radfahrer vor ihm herzuckelt. Bergauf in einer Einbahnstraße. Auf einem Fixie. Ein alter Mann verscheucht Tauben weil es ihm “gegen den Strich geht, dass diese Drecksviecher die ganze Wiese im Park vollscheißen”. Und dann kommt noch die Kollegin und jammert weil sie in den Urlaub will. Dazu die zig drölfzig Tweets von Fremden, für die scheinbar auch wochentagunabhängig immer Montag ist.
Mimimi hier, mimimi dort. Mimimi nach dem Aufwachen, mimimi vor dem Einschlafen und dazwischen auch weil die Pommes in der Mittagspause nicht exakt 37 Grad hatten. Weiterlesen

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