Von Brüsten und Gesichtern und den Lippen “da unten”

Ich habe vor kurzem viel Zeit bei einem Ästhetischen Chirurgen verbracht. Nicht, weil ich meinen Körper optimieren lassen wollte, sondern um seine Termine von A nach B zu kopieren. Wenn man ca. 800 Termine umzieht und zu etwa 2/3 dazu die Patientenakte aufruft, packt man sich so einiges Mal an den Kopf bei dem, was man da so liest. Weiterlesen

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Wollsocken und Hot Toddies.

Der Dezember ist doch auch nur die Verlängerung des November. Daher schadet es nicht, zwischen dem ganzen weihnachtlichen Glöckchenklimbim und dem fröhliche Nacht Einheitsbrei ein bisschen Musik, die schwer auf der Brust liegt, zu hören. Weiterlesen

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Glück und Glück.

In der ARD ist gerade Themenwoche zum Thema Glück. Hat bestimmt der ein oder andere schon mitbekommen. Ich habe eben dazu die Sendung Macht Besitz glücklich? gesehen und mich ziemlich aufgeregt. Hauptsächlich über die Studentin, für die ein schlechtes Einstiegsgehalt 45.000 Euro wären… Am Ende der Sendung durfte jeder, der darin vorkam nochmal eine Sache sagen, die ihn glücklich machen würde. Weiterlesen

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Das mit diesem Vegan.

“Was machst du hier eigentlich?”
Das ist der Gedanke, den ich immer noch habe, wenn ich an einem Schwenkgrill vorbei komme. “Immer noch” bedeutet in meinem Fall seit zweieinhalb Wochen, aber irgendwann muss man ja mal starten.
Zunächst einmal: Ich liebe Fleisch! Ich liebe Wurst, ich liebe Steak, ich liebe Fleischsalat im Kartoffelsalat. Und ich liebe Käse. Käse zu Wein, Käsebrot, Käsepiekser, mit Käse überbacken, gratiniert.. Käse, my love. Weiterlesen

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Rollenrutsche.

Es muss mein siebter oder achter Kindergeburtstag gewesen sein. Einer der ersten Kindergeburtstage, die ich mir nicht mit dem rotschöpfigen Nachbarsjungen Robin teilen musste, sondern die Party ganz für mich hatte. Robin war immer ein Jahr älter weil er im Juli geboren war und ich im Dezember. Eigentlich war er nur ein halbes Jahr älter, aber was zählt das schon auf einem Kindergeburtstag? Immerhin war er nach dem Stichtag für die Einschulung geboren und musste seine Tage daher mit den jungen Leuten wie mir absitzen. Weiterlesen

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Roboter.

Momentan, so scheint es mir, haust in meinem Kopf ein kleiner Roboter. Ein kleiner Roboter, gefangen in einem Hamsterrad, durch das er so eifrig läuft, dass sich seine Roboterfüße immer wieder überschlagen und er um es aufzufangen immer schneller rennen muss. Rennen, rennen, rennen, immer weiter, immer schneller, immer im Rädchen. Weiterlesen

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It’s not you, it’s me!

Ich habe meinen Facebook-Account deaktiviert.
Auslöser war der Status einer “Freundin”, die ich nie getroffen habe, die mich jedoch unbedingt zwecks JGA einer anderen “Freundin”, die ich seit 2010 nicht mehr gesprochen habe, zu ihren “Freunden” hinzufügen musste. Er lautete
Braucht jemand etwas von Tupper? Ich schmeiße eine Tupperparty! Weiterlesen

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Blockupy.

Am Freitag verbrachte ich meine Mittagspause auf der Frankfurter Zeil, dem Konsumparadies für Touristen, Girlies und Pfennigfuchser. Klar, dass dieser Ort nicht von den Blockupy Demonstranten verschont blieb.
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Wie bereitet man sich darauf vor, eine Person zum letzten Mal zu sehen? Und das zum letzten Mal so, dass man sich nicht zufällig in der Fußgängerzone über den Weg läuft. So, dass man nicht kurz mal anrufen kann. So, dass man höchstens noch ein paar Blümchen auf einen Stein legen kann, vorausgesetzt, es gibt einen Stein.

Meine Tante hat Krebs. Wo genau, darüber hat man den Überblick verloren. Worüber man nicht den Überblick verloren hat sind die 5 verschiedenen Tropfs, die in ihren Körper führen. Nahrung, Flüssigkeit, Schmerzmittel, alles was sie benötigt.
Man hat den Überblick darüber verloren, wie viele Kleidergrößen sie in den letzten zwei bis drei Wochen verloren hat, ob es zwanzig oder vielleicht doch fünfundzwanzig Kilo waren. Eigentlich ist es aber auch egal.

Eigentlich hatte meine Tante schon im letzten Jahr Krebs. In den Eierstöcken, da wusste man es noch. Zwei Operationen und eine Chemotherapie später war sie wieder gesund. Anfang diesen Jahres fuhr sie in die Kur, dann wollte sie langsam wieder anfangen zu arbeiten. Dann kam eine Routine-Untersuchung. Das war im Februar. Seit Februar konnte man das beobachten, was der Arzt heute “Verfall” nannte.
Von Heute auf Morgen war der Krebs zurück. Klammheimlich hat er es sich in ihrem Körper gemütlich gemacht um dann sein wahres Gesicht zu zeigen. Eine nicht-greifbare Masse, Partikel, die irgendwo im Bauchfell herumschwirrten. Partikel, die sich an Organe setzen, zu klein um sie wegzuschneiden. Sie verlor an Kraft und Gewicht, in ihrem Bauchraum sammelten sich innerhalb weniger Stunden bis zu zehn Litern Flüssigkeit. Sie hatte keinen Hunger, keinen Durst. Dehydration und Nahrungstropf waren die Folge. Hier ein paar Wochen im Krankenhaus, da eine neue Chemo. Dann ein, zwei Tage zu Hause und wieder von vorne. Ende März ist sie mit ihrem Lebensgefährten in ein Haus gezogen. Sie war insgesamt höchstens eine Woche dort.
Letzte Woche dann die Nachricht, sie sei auf der Intensivstation. Trombose und Lungenembolie. “Es sieht nicht gut aus.” sagte meine Oma mir während ihre Stimme zitterte. Das war letzten Donnerstag.

Seit letztem Donnerstag rechne ich mit dem Anruf, der mir die Tränen in die Augen treibt.
Heute sagte ich meinen Eltern, ich käme am Wochenende heim. Es sei eine gute Idee, antwortete mein Papa. Im Hintergrund hörte ich meine Mama schluchzen.

Ich kenne Krebs. Ich kenne seine hässliche Fratze, habe häufig genug Menschen an ihn verloren. Man wusste, dass es passieren wird, trotzdem kam es aus dem Nichts. Keiner von den Anderen zeigte den Verfall, den meine Tante gerade zeigt. Bei Keinem von ihnen sagten die Ärzte, sie hofften, dass es schnell geht. Keiner wurde auf die Palliativ-Station verlegt, damit er seine letzten Tage schmerzfrei erleben kann. Sie wird morgen verlegt.

Am Wochenende werde ich sie also zum letzten Mal treffen. Wenn ich nicht zu spät dort bin.
Ich habe noch fünf Tage Zeit, mich darauf vorzubereiten. Also falls man sich irgendwie auf so ein Erlebnis vorbereiten kann. Falls man sich irgendwelche Wörter zurecht legen kann, die man auswendig lernt weil man in der Situation wahrscheinlich so überfordert ist, dass man nur noch stammelt. Obwohl ich sonst über sehr viel Phantasie verfüge und sämtliche Dialoge und Treffen vor meinem inneren Auge konstruieren kann, dieses Treffen kann ich mir bei aller Anstrengung nicht vorstellen. Vielleicht schützt mein Kopf mich auch irgendwie davor. Psyche kann doch so einiges austricksen, oder? Gerade habe ich daran gedacht, was wohl “gute” letzte Worte sein könnten, die man jemandem mit auf den Weg gibt, wo auch immer dieser hinführt. Es gibt keine guten Worte. Es gibt keinen “guten” Weg, sich zu verabschieden. Das ist scheiße.

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Bis zum Morgengrauen.

“Ok, hier ist die Haltestelle. War nett, dich kennen zulernen.”
“Ja, wie jetzt? Ich dachte wir gehen zu dir und Bumsen bis zum Morgengrauen?”
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